Veranstaltungen

Wir wollen den Kontakt zu unserem Publikum auch während der Schließzeit des Landesmuseums in den Jahren 2009 – 2013 aufrecht erhalten. Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Ereignissen und Veranstaltungen des VLM während der Schließzeit sowie zur Fortsetzung der bereits 2009 begonnenen Veranstaltungsreihe zum Thema VLM Neu.

Mit Dingen erzählen: Die Schausammlung

Fachtagung, 4. November 2010 in Bregenz 

In den permanenten Ausstellungen kulturhistorischer Museen wird eine Auswahl der Sammlungsbestände im Lichte der Museumsidee gedeutet und für bestimmte Realitätskonstruktionen bzw. Geschichtserzählungen eingesetzt. Wenngleich diese Charakterisierung für viele neue bzw. erneuerte Dauerausstellungen uneingeschränkt zutrifft, ergeben sich neue Fragestellungen: steht das originale, historische Objekt nicht mehr – wie in klassischen Präsentationen – im Zentrum, sondern ist es zum gleichberechtigten Mitspieler im Kontext interaktiver und medialer Angebote geworden? Ersetzen die in Sonderausstellungen ausführlich erprobten Inszenierungen erläuternde Texte? Und treten eindeutige Erzählungen und klar verständliche Botschaften, für den einmaligen raschen Durchgang des Publikums konzipiert, an die Stelle der altbekannten, dichten Objektarrangements?

Anhand praktischer Beispiele und begleitet von theoretischen Überlegungen wird diskutiert, was heute das Ausstellen von Geschichte im Museum bestimmt, ob Dauerausstellungen chronologische Erzählungen sein müssen, wie sich geschichtstheoretische Forderungen in museale Praxis übersetzen lassen und wie es Museumsverantwortlichen gelingen kann, ihren permanenten Schausammlungen dauerhaft das Interesse des Publikums zu sichern.

 

 

Referenten
Prof. Dr. Kirsten Baumann (Museum für Arbeit, Hamburg), Prof. Dr. Michael Fehr (Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin), Dr. Felicitas Heimann-Jelinek (Jüdisches Museum der Stadt Wien), Dr. Wolfgang Kos (Wien Museum), Prof. Dr. Harald Meller (Landesmuseum für Vorgeschichte Halle), Dr. Jakob Messerli (Historisches Museum Bern), Prof. Dr. Michael Parmentier (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Michaela Reichel (Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz

 

Veranstalter
Vorarlberger Landesmuseum
Museumsakademie Joanneum
Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin

 

Veranstaltungsort

Theater am Kornmarkt – Vorarlberger Landestheater, Seestr. 2, A-6900 Bregenz

  

Anmeldung
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, eine schriftliche Anmeldung per E-Mail oder Fax ist erforderlich.

Silvia Gross
silvia.gross@vlm.at
Fax 0043-(0)5574 / 46050-572

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Reiseziel Museum: Brigantium. Bregenz in der Römerzeit

 Ausstellung und Römer-Workshop im Foyer des Landhauses
Sonntag, 4.7. / 1.8. / 5.9. von 10 – 17 Uhr

 

Vor mehr als 2000 Jahren eroberten die Römer Vorarlberger Gebiet und errichteten am östlichen Ufer des Bodensees die Stadt Brigantium. Im Laufe der Zeit entstanden Kastell, Forum, Tempel, Therme, Handwerks- und Villenviertel.
Wie lebten die Menschen in dieser Stadt? Wie kleideten sie sich? Womit spielten die Kinder in der Römerzeit? Mussten sie auch zur Schule gehen? Antworten auf all diese Fragen findet Ihr in der Römer-Ausstellung im Landhaus. Und wer Lust hat, probiert Toga und Palla, bastelt einen Gladius oder gestaltet römisches Spielzeug.

 

Die Ausstellung im Landhaus wird von 10 – 17 Uhr von den Kulturvermittlerinnen des VLM betreut. Führungen durch die Präsentation werden nach Bedarf in kurzen Abständen angeboten. Darüber hinaus besteht für die Kinder die Möglichkeit, ausgewählte Exponate (Terra Sigillata, röm. Kleidung etc.) anzufassen und auszuprobieren. Des Weiteren werden laufend Bastelaktionen durchgeführt.

 

Informationen zu Reiseziel Museum

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VLM erhält knapp 100 Radiogeräte von Dornbirner Sammler

Weiterer Zuwachs für die Sammlung des Landesmuseums


Während der Schenkungsaufruf von Museumsdirektor Tobias G. Natter in den vergangenen Wochen bereits einige Schätze aus Vorarlberger Besitz zu Tage förderte (u.a. ein Haushaltsbuch von 1913, siehe Pressemeldung von 27. April 2010), konnte das Museum vor wenigen Tagen auch in seiner Ankaufstätigkeit einen spannenden Neuzugang vermerken. Der Dornbirner Sammler Manfred Luger übergab dem Museum eine Sammlung von rund 100 Radiogeräten. Die meisten Radiogeräte sind funktionstüchtig und wurden von Herrn Luger in Vorarlberg auf Flohmärkten, bei Altwarenhändlern sowie von privater Seite erworben und – teilweise unter Mithilfe eines Radiotechnikers – instand gesetzt.


Vom ersten Radioempfang in Vorarlberg zur Zensur durch den „Volksempfänger“
Das älteste Gerät stammt aus dem Jahr 1928 und kann nur mit Kopfhörern gehört werden. Zwar war der Rundfunk durch die erste österreichische Rundfunkgesellschaft, die Radio-Verkehrs AG (kurz RAVAG) in Österreich 1924 eingeführt worden, in Vorarlberg wurde der Sendebetrieb jedoch erst 1934 in Betrieb genommen. Die Sammlung umfasst auch drei sog. „Volksempfänger“, die während der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt wurden und sich durch Limitierung der empfangbaren Frequenzen auszeichnen: Feindsender sollten nicht zu hören sein.


Technische und ästhetische Neuerungen der Nachkriegszeit
Die Sammlung reicht bis in die 1970er Jahre und dokumentiert die ästhetische und technische Modernisierung der Radiogeräte. Die aufwendigen und kunstvoll gestalteten Holzgehäuse wurden sukzessive durch Metall- und Kunststoffgehäuse ersetzt. Die Radiosammlung erinnert aber auch an die langwierigen Auseinandersetzungen um den Vorarlberger Landessender nach 1945, der erst 1954 mit einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes, dass Rundfunkangelegenheiten in die Kompetenz des Bundes fallen, vorerst beendet wurde.
„Auch wenn es in Vorarlberg keine eigene Radiogeräteproduktion gab, so ergab sich durch die Verbreitung des Rundfunks für alle Teile der Bevölkerung die Möglichkeit, an kulturellen, sportlichen oder historischen Ereignissen teilzuhaben, was einen bedeutenden Faktor auf dem Weg zu einer kulturellen Demokratisierung darstellte“, so Museumsdirektor Natter.


Weitere Schritte zur Sammlungserweiterung des neuen Landesmuseums
Durch den Aufruf an die Bevölkerung spannenden Gegenstände aus der Vorarlberger Alltagsgeschichte dem Museum zu übergeben und durch eine gezielte Ankaufspolitik verstärkt das Museum im Rahmen seiner Neukonzeption bis 2013 einzelne Sammlungsbereiche und freut sich auch weiterhin über interessante Angebote.

Deine Geschichte(n) im Museum – Vom Dachboden in die VLM-Sammlung

Aufruf zur Erweiterung einzelner Sammlungsbereiche des Landesmuseums

In zahlreichen Häusern liegen auf Dachböden und in Kellern einige längst vergessene Objekte aus vergangenen Zeiten. Wird eine Absiedlung geplant, oder der Dachboden im Frühjahr und Herbst einmal ausgeräumt, treten oft ganz beeindruckende Dinge zu Tage. Briefe, Bilder, Werkzeug, Kleidung, Geschirr, Elektrogeräte und Fortbewegungsmittel – Dinge aus dem privaten und dem Alltagsbereich. Nostalgisch und oft bedeutungsvoll, aber was tut man heute damit? Für das Vorarlberger Landesmuseum sind diese Objekte besonders spannend!

 

Ihr Dachbodenfund als Museumsstück
Das Museum freut sich über gut erhaltene und unbeschädigte Fundstücke! Daher startet es nach Ostern eine Reihe von Aufrufen zur Erweiterung seiner verschiedenen Sammlungsbereiche. Im Gegenzug für die Überreichung Ihrer Objekte an das Museum werden die Dokumente und Gegenstände für die Museumssammlung inventarisiert, fachkundig verwahrt und ggf. im neuen Landesmuseum auch ausgestellt. Ihr Dachbodenfund wird zum Museumsstück und damit für kommende Generationen zum Anschauungsobjekt in Geschichte, Kunst, Kultur oder Volkskunde. Sie leisten damit einen wichtigen kulturellen Beitrag zur Alltagsgeschichte des Landes.

 

Das Museum sucht Vorarlberger Souvenirs und Jass-Karten
Zu Beginn dieser Reihe sucht das Vorarlberger Landesmuseum aus aktuellem Anlass Vorarlberger Souvenirs und Jass-Karten aller Altersklassen und Stile.

Unterstützen Sie das Landesmuseum mit Ihren unbeschädigten und gut erhaltenen Fundstücken und vereinbaren Sie einen Termin mit den Fachleuten vor Ort.

Ab sofort werden Ihre Vorschläge und Angebote unter der Telefonnummer: 05574-46050516 gerne entgegengenommen.

 

In den kommenden Wochen werden weitere Objektgruppen bekanntgegeben, die das Museum dann ebenfalls gern entgegennimmt.

Bitte haben Sie Verständnis, dass das Landesmuseum keinerlei Schätzungen der Objekte vornehmen kann.

Veranstaltungsarchiv


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Museumsarchitektur und Ausstellungsproduktion im Spannungsfeld von Inhalt, Funktionalität und ästhetischem Anspruch


Donnerstag, den 8. Juli 2010 um 18 Uhr im Vorarlberger Landesarchiv, Kirchstraße 26, 6900 Bregenz
Vortrag im Rahmen der Reihe VLM Neu von Prof. Peter Jezler, Direktor der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel

Die Politik des Präsentierens

Vortrag im Rahmen der Reihe VLM Neu von Univ.Prof. Dr. Christoph Bertsch, Kunsthistoriker, Kurator und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des VLM Neu Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 18 Uhr in der ehemaligen Bezirkshauptmannschaft Bregenz, Seestraße 1, 3. OG

Brigantium. Bregenz in der Römerzeit

Das VLM zu Gast im Landhaus Eröffnung: 28. Jänner 2010, 11 Uhr

Die Ordnung der Dinge: Das Schaudepot

Fachtagung Eine Kooperation des Vorarlberger Landesmuseums, Bregenz mit dem Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin und der Museumsakademie Joanneum Graz
4. März 2010

Spurensuche hiner Glas, Kulissen und verschlossenen Türen

Samstag, den 7. November 2009, 11 – 17 Uhr im Landesmuseum, Landestheater und KUB
Familientag

Bildhaft und dingfest – Repräsentationsformen im Museum

Vortrag von Museologin Dr. Roswitha Muttenthaler, 25. September 2009

Welche Hindernisse gibt es? Welche Erkenntnismöglichkeiten und Chancen tun sich auf?

Fragwürdige Herkunft? - Möglichkeiten und Grenzen von Provenienzforschung am Beispiel des Vorarlberger
Landesmuseums
Vortrag von Dr. Peter Melichar, 29. Juli 2009

Für ein kommunikatives Museum Überlegungen zur Zukunft des Museums

Vortrag von Prof. Dr. Michael Fehr,
28. Mai 2009

Geschichte erzählen – darf man das?

Donnerstag, den 19. November 2009, 18 Uhr im VLM
Vortrag von Dr. Andreas Spillmann
Direktor Schweizerisches Landesmuseum Zürich