Segeln und Rudern

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Über 100 Jahre Wassersport:
Bregenzer Segel-Club und Ruderverein Wiking Bregenz

 

Kabinettausstellung im Vorarlberger Landesmuseum Bregenz
Ausstellungseröffnung: Di 26. April 2005, 17 Uhr
Dauer: 27. April bis 21. August 2005
 

Veranstaltungen
Di 6. Aug. 2005, 10-14 Uhr: Das Marktschiff kommt – Lädine St. Jakob aus Immenstaad im Bregenzer Hafen
Mi 17., Do 18. Aug. 2005, 10-16 Uhr: Bootsbau life! – Restaurierungsarbeiten an einer historischen Jolle vor dem Landesmuseum, durch Bootsbau Uwe Biatel, Hard
 

Das Vorarlberger Landesmuseum widmet sich in einer Kabinettausstellung “Segeln und Rudern” dem Wassersport, wodurch die bestehende Ausstellung zur Bodenseeschifffahrt “Anker klar!” ergänzt wird. Muskel- und Windkraft sind die ältesten Antriebsarten der Schifffahrt. War das römische Mannschaftsboot, wie es in der Spätantike in Brigantium stationiert war, vorwiegend durch die Muskelkraft seiner rund 30 Ruderer angetrieben, so bediente sich die jahrhundertealte Lastsegelschifffahrt vor allem der Windkraft. Beide Antriebskräfte nutzen seit über 100 Jahren auch die Sportler. 110 Jahre besteht heuer die sportliche Gemeinschaft des Bregenzer Segel-Clubs und ist damit der zweitälteste des Bodensees. Nur 5 Jahre jünger ist der Ruderverein Wiking. Ein weiterer Segelclub – der Yachtclub Bregenz – wurde 1925 gegründet.
 

BugRuderbootWiking

R.V.Wiking
Einer der Skipioniere, Viktor Sohm, war neben Fritz Eyth federführend an der Gründung des Bregenzer Rudervereins Wiking im Jahre 1900 beteiligt. Viktor Sohm ruderte erstmals unter Anleitung von Mr. Gordon, Gast auf Villa Fairholme in Bregenz, während Fritz Eyth hatte beim Ruderverein “Hansa” in Triest den Sport kennengelernt, so berichtet die Vereinschronik. 1906 wurde der erste Vierer, “Wiking”, erworben. Das Boot, 1998-2000 unter Leitung von Walter Leissing liebevoll restauriert, beeindruckt durch seine Filigranität und seine Dimension – es misst über 10 m.
 

Das Sporthaus am Bregenzer Gondelhafen beherbergte von 1906 bis 1970 den Verein. Vorerst eine Männerdomäne, wurden erst 1941 Frauen zugelassen, zählt heute der Wiking rund 380 Mitglieder. Diese betreiben ihren Sport sowohl bei Regatta-Wettkämpfen als auch auf ausgedehnten Wanderfahrten auf flüssen und Seen in ganz Europa. 1954 erruderten die Damen vom Wiking Bregenz die ersten großen internationalen Erfolge, 1994 und 1995 gewannen Mitglieder des Wiking Bregenz jeweils eine Silbermedaille im Doppelvierer bei den Juniorinnen-Weltmeisterschaften.
 

Clubzimmer

BSC – Bregenzer Segel-Club
Die ersten Bestrebungen zur Gründung eines Segel-Clubs in Bregenz gehen auf das Jahr 1891 zurück, die offizielle Gründung fand 1895 statt. In den folgenden Jahren wurden die Boote “Walküre”, “Flaneur”, “Falke” und “Nixe” angeschafft und es gab die ersten Wettfahrten. 1905 schließlich veranstalteten die Bregenzer zusammen mit dem Lindauer Segler-Club, dem ältesten am Bodensee, die erste Regatta auf dem See.
 

Die Seglergemeinschaft, die sich zwischen 1910 und 1920 “Kaiserlich-königlicher Union Yachtclub Bodensee” nannte, fand ebenfalls im Sporthaus, das vom Club-Mitglied Otto Mallaun geplant und errichtet wurde, Unterkunft. 1963 erwarb der Club das außer Dienst gestellte Dampfschiff “Hohentwiel” und nutzte es als Clubheim. Das Clubmitglied Dr. Klaus Diem errang 1995 den Weltmeistertitel in der Klasse “Vaurien”.
 

Die Ausstellung zeigt Fotografien aus den Vereinsarchiven mit Schwerpunkt in den 1920er/30er Jahren, ergänzt durch Gegenstände und Dokumente aus der Vereinsgeschichte. Das Vorarlberger Landesmuseum dankt den Vereinen für die kooperative Zusammenarbeit.