Bevor die Römer kamen – Späte Kelten am Bodensee

VotivfigurBings
Männliche Figur in der
Handhaltung eines Adoranten
 
  9. Mai bis 4. Oktober 2009
 In der Region um den Bodensee gelangen in den letzten Jahrzehnten einzigartige Entdeckungen, die die Geschichte der späten keltischen Epoche in neuem Lichte erscheinen lassen. Das als Wanderausstellung zwischen Frauenfeld, Bregenz, Konstanz und Vaduz konzipierte Projekt „Bevor die Römer kamen – Späte Kelten am Bodensee“ beschäftigt sich mit dem spannenden und noch wenig erforschten Übergang von der späten Eisenzeit zur Römerzeit.
 Die Ausstellung beruht auf der bewährten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der archäologischen Forschungseinrichtungen rund um den Bodensee. Für das Projekt haben das Museum für Archäologie Thurgau, das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg, das Liechtensteinische Landesmuseum und das Vorarlberger Landesmuseum erneut zusammengefunden. Nach den vorangegangenen gemeinsamen Ausstellungsprojekten “Pfahlbauquartett” (2004) und “Im Schutze mächtiger Mauern” (2006/07) fiel einstimmig die Entscheidung, das nächste Ausstellungsprojekt den späten Kelten am Bodensee zu widmen.
Lauterach_Schatzfund fibelkonvolut Bregenz_Epona Lauterach_armreif Gutenberg_schweinchen
 
1) Silberschatz aus dem Lauteracher Ried
Schmuck, 23 römische und
3 keltische Münzen um 120/110 v. Chr.
 2) „Fibel- Depotfund“,
möglicherweise Bauopfer aus Brigantium,
Mitte 1. Jh n. Chr.
 3) Bregenz Epona
Sandsteinrelief; Göttin Epona,
1./2. Jh. n. Chr.
 4) Lauteracher Silberschatz
Armreif aus Silber, keltisch
 5) Gutenberg Schweinchen
Eine der neun Votivfiguren
  Als Wanderausstellung für Frauenfeld, Bregenz, Konstanz und Vaduz konzipiert, startet die Schau mit einem historischen Überblick über die Epoche. Sie behandelt Themen wie ländliche und städtische Besiedlung, Wirtschaft, Religion, Bestattungssitten und schließt mit dem Ende der keltischen Eigenständigkeit. Anhand vieler Fundobjekte aus der Bodenseeregion, die bislang einer breiten Öffentlichkeit unzugänglich waren, wird das Leben der Menschen vor der römischen Eroberung sicht- und erlebbar gemacht.
 Zur Ausstellung ist eine reich bebilderte Publikation erschienen mit Beiträgen namhafter Autoren vor allem aus den beteiligten Forschungseinrichtungen.
 Projektkoordination: Mag. Gerhard Grabher