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26. Januar bis 25. Mai 2008 |
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1) Anonym Ballerina mit Hochrad um 1900 16,5 x 11,5 cm Sammlung Richard Huter, Bregenz 2) Anonym Landeshauptmann Rhomberg mit Automobil bei der Eröffnung der Flexenstraße, 1900 12 x 17 cm Sammlung Edwin Oberhauser, Götzis 3) Felix Durner Mannschaft des F.C. Lustenau, 1910 16,5 x 21,8 cm Sammlung Richard Huter, Bregenz 4) Michael Rützler Gewerbeausstellung Dornbirn, 1900 17,4 x 23,5 cm Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz 5) Anonym Bregenzer Bürgermeister Kinz begrüßt Kaiser Franz Joseph I., 1909 48,7 x 36 cm Archiv der Landeshauptstadt Bregenz |
Seit einigen Jahrzehnten befasst sich die Geschichtswissenschaft mit historischen Fotografien und erkannte das Potenzial dieser Quellengattung. In diesem Sinne widmet sich das Vorarlberger Landesmuseum in dieser Ausstellung dem Medium Fotografie, um die Geschichte des Landes seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu erforschen. Daran knüpft sich die medientheoretische Frage, ob historische Fotografien überhaupt geeignete Antworten auf Identitätsfragen geben können. Wie transportiert die Fotografie Erinnerungen, die zu spiegeln sie vorgibt? Wie verändert das Lichtbild die Vorlage, was verblasst im Rückblick? Entdecken Sie die vielfältige Vorarlberger Landschaft, treffen Sie auf bekannte und unbekannte Gesichter. Erleben Sie das Zeitalter der Industrialisierung und erfahren Sie etwas über den Lebensalltag von damals. Die Ausstellung, die im zweiten Stock des Vorarlberger Landesmuseum zu besichtigen sein wird, zeigt circa 250 Fotografien, zahlreiche historische Fotoapparate und Fotoutensilien. Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog mit 196 Seiten und Beiträgen von Cornelia Albertani, Arno Gisinger, Werner Matt, Alois Niederstätter und Stefan Graf, dem Kurator der Ausstellung. |
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1) Michael Rützler Marktplatz in Dornbirn, um 1908 16,5 x 11,5 cm Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz 2) Anonym Vorarlberger in Gizeh, 1895 21 x 27,5 cm Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz 3) Victor Hämmerle Turbinenantrieb der Spinnerei F.M. Hämmerle in Feldkirch-Gisingen, um 1900 11,5 x 16,5 cm F.M. Hämmerle Holding AG, Firmenarchiv, Dornbirn 4) Gebhard Gisinger Unbekannter Mann, um 1850 19,3 x 15,3 cm Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz |
Dir. Dr. Tobias G. Natter zur Ausstellung „Ansichten. Frühe Fotografie in Vorarlberg“ Die historische Fotografie hat in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Dass sie vermehrt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt, geschieht durchaus zu Recht. Denn wie kaum ein anderes Medium hat das Lichtbild das Abbilden der Welt und unsere Sicht der Welt unumkehrbar verändert. Mit der aktuellen Ausstellung zeigt das Vorarlberger Landesmuseum erstmals eine Überblicksausstellung zur frühen Fotografie in Vorarlberg. Für die Veranstaltung samt opulent gestaltetem Katalog gab es spezifische Gründe: Zum einen verfügt das Museum über einen großen Eigenbestand, der nun erstmals systematisch ausgewertet wurde. Zum anderen gilt es auf die Vielfalt und den frühen Bezug hinzuweisen. Als im Jahre 1839 die französische Akademie der Wissenschaften das erste moderne fotografische Verfahren, die so genannten Daguerreotypie, veröffentlichte, dauerte es nicht lange, bis das neue Verfahren auch in Vorarlberg aufgegriffen wurde. Schon acht Jahre später, 1847, warb der aus Altach stam¬mende Gebhard Gisinger in Zeitungsannoncen um Kundschaft, denen er sich als „Hersteller von Daguerreotyp-Licht Porträte“ empfahl. Gemeinsam mit der rasch wachsenden Kollegenschaft und der Erweiterung der Bildthemen etablierte er die Lichtbildkunst als einen florierenden Berufszweig. Die Ausstellung „Ansichten. Frühe Fotografie aus Vorarlberg“ folgt den Spuren dieser Fotopioniere zwischen Arlberg und Bodensee. Gemeinsam mit zahlreichen Leihgaben aus öffentlichem und privatem Besitz eröffnen die Fotos bewegende Momente in der Geschichte von Land und Leuten, von der fotografisch-touristischen Erschließung der Landschaft, den Zeugnissen des neuen Selbstbewusstseins bis zu den großen und kleinen Freuden des Alltags. |
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