V L M
Aktuelle Sonderausstellung




 "Aus tausend Spiegeln sehe ich mich an"
Die Sammlung im Franz-Michael-Felder-Archiv
Sonderausstellung im Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz

PAULA LUDWIG -DICHTERIN, MALERIN (1900 - 1974)
24. Juli bis 10. Oktober 2004
Eröffnung am Freitag, 23. Juli 2004, 17 Uhr
   
   

Im Sommer 2004 zeigt das Vorarlberger Landesmuseum in Zusammenarbeit mit dem Franz-Michael-Felder-Archiv eine Ausstellung über die Vorarlberger Dichterin und Malerin Paula Ludwig, deren Todestag sich heuer zum 30. Mal jährt. Im Mittelpunkt steht das malerische und zeichnerische Werk der Künstlerin, das erstmals in diesem Umfang der Öffentlichkeit präsentiert wird. Durch ihr schmales, aber gewichtiges literarisches Werk, die Gedichtbände "Die selige Spur" (1920), "Der himmlische Spiegel"(1927) und "Dem dunklen Gott"(1932), die Prosasammlung "Traumlandschaft" (1935) und die Autobiographie "Buch des Lebens" (1936), zählte Paula Ludwig zu den renommierten Autoren der Zwischenkriegszeit; nach ihrer Rückkehr aus der freiwilligen Emigration nach Frankreich und Brasilien im Jahre 1953 konnte sie trotz mehrerer Publikationen und Preise jedoch nicht mehr an die Vorkriegserfolge anschließen. Von der Öffentlichkeit viel weniger bemerkt, arbeitete Paula Ludwig auch als autodidaktische Malerin und Zeichnerin. Schon 1921 brachte die Münchner Kunstzeitschrift "Ararat" Reproduktionen ihrer Aquarelle. Zeitweilig bestritt Paula Ludwig ihren Lebensunterhalt allein durch den Verkauf ihrer Bilder und mit kunstgewerblichen Arbeiten.

Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt durch das gesamte malerische Werk Ludwigs von den Anfängen in München bis in die letzten Jahre in Darmstadt. Parallel dazu werden in ausgesuchten biographischen und literarischen Dokumenten die Stationen ihres Lebens und literarischen Schaffens von altenstadt über Linz, Breslau, München, Berlin, Ehrwald, Paris, Gurs, Mury, Sao Paulo, Wetzlar und Darmstadt gezeigt, kommen Weggefährten und Freunde wie Hermann Kasack, Waldemar Bonsels, Bert Brecht, Ivan Goll, Ina Seidel, Carl Zuckmayer oder Erika Mann zu Wort. Die Ausstellung dokumentiert so Paula Ludwigs vielfältige Verflechtung in die Strömungen ihrer Zeit.

Das Material der Ausstellung stammt aus dem umfangreichen Nachlaß der Künstlerin, der im Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek aufbewahrt wird.

 
   

Ausstellungsdauer:

24. Juli - 10. Oktober 2004
   
Eröffnung: Freitag, 23. Juli 2004, 17 Uhr
   
Führungen: 25.07., 29.08. und 26.09. 2004, jeweils 11-12 Uhr
03.August + 07. September 2004, 12.30- 13 Uhr
   
Workshop: 28.07. 2004, 14-16.30 Uhr für Kinder von 6-10 Jahren
Termine für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage
   
Katalog: ein Katalog erscheint zur Eröffnung