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Im Sommer
2004 zeigt das Vorarlberger Landesmuseum in Zusammenarbeit mit
dem Franz-Michael-Felder-Archiv eine Ausstellung über die
Vorarlberger Dichterin und Malerin Paula Ludwig, deren Todestag
sich heuer zum 30. Mal jährt. Im Mittelpunkt steht das malerische
und zeichnerische Werk der Künstlerin, das erstmals in diesem
Umfang der Öffentlichkeit präsentiert wird. Durch ihr
schmales, aber gewichtiges literarisches Werk, die Gedichtbände
"Die selige Spur" (1920), "Der himmlische Spiegel"(1927)
und "Dem dunklen Gott"(1932), die Prosasammlung "Traumlandschaft"
(1935) und die Autobiographie "Buch des Lebens" (1936),
zählte Paula Ludwig zu den renommierten Autoren der Zwischenkriegszeit;
nach ihrer Rückkehr aus der freiwilligen Emigration nach
Frankreich und Brasilien im Jahre 1953 konnte sie trotz mehrerer
Publikationen und Preise jedoch nicht mehr an die Vorkriegserfolge
anschließen. Von der Öffentlichkeit viel weniger bemerkt,
arbeitete Paula Ludwig auch als autodidaktische Malerin und Zeichnerin.
Schon 1921 brachte die Münchner Kunstzeitschrift "Ararat"
Reproduktionen ihrer Aquarelle. Zeitweilig bestritt Paula Ludwig
ihren Lebensunterhalt allein durch den Verkauf ihrer Bilder und
mit kunstgewerblichen Arbeiten.
Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt durch das gesamte
malerische Werk Ludwigs von den Anfängen in München
bis in die letzten Jahre in Darmstadt. Parallel dazu werden in
ausgesuchten biographischen und literarischen Dokumenten die Stationen
ihres Lebens und literarischen Schaffens von altenstadt über
Linz, Breslau, München, Berlin, Ehrwald, Paris, Gurs, Mury,
Sao Paulo, Wetzlar und Darmstadt gezeigt, kommen Weggefährten
und Freunde wie Hermann Kasack, Waldemar Bonsels, Bert Brecht,
Ivan Goll, Ina Seidel, Carl Zuckmayer oder Erika Mann zu Wort.
Die Ausstellung dokumentiert so Paula Ludwigs vielfältige
Verflechtung in die Strömungen ihrer Zeit.
Das Material der Ausstellung stammt aus dem umfangreichen Nachlaß
der Künstlerin, der im Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger
Landesbibliothek aufbewahrt wird.
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